Einblick

Nachhaltigkeit 2024: Darauf schaut das
Top-Management

Nachhaltigkeit lebt von hoher Glaubwürdigkeit und solider Realisation. Wie unterschiedlich Unternehmen verschiedener Branchen ihre kurzfristigen Vorhaben und ihr Vorgehen priorisieren müssen, zeigt dieser Überblick. 

 11/2023

Worauf schaut das Top-Management mit Blick auf die Nachhaltigkeit? Das Porsche Consulting Magazin hat diese 17 Frauen und Männer aus Unternehmen in unterschiedlichsten Branchen nach ihren Zielen gefragt.

Galt der „Umwelt­be­richt“ in man­chen Unter­neh­men noch bis vor eini­gen Jah­ren eher als Pflicht­übung, ist Nach­hal­tig­keit heute ein wich­ti­ger Bestand­teil von Unter­neh­mens­füh­rung, Leit­bild und Stra­te­gie. Das spie­gelt sich in akti­vem Han­deln im Tages­ge­schäft wider. Und das Spek­trum der Nach­hal­tig­keit umfasst weit mehr als reine Umwelt­the­men. Es beschreibt eine Gesamt­hal­tung, die sich an ver­ant­wort­li­cher Zukunfts­si­che­rung in jeder Form ori­en­tiert. Im wirt­schaft­li­chen Kon­text, im Arbeits­le­ben gene­rell und in der glo­ba­len Gesell­schaft insgesamt.

Trans­pa­renz ist gefragt – gegen­über Mit­ar­bei­ten­den, Kund­schaft, Geschäfts­part­nern und Gesell­schaft. Nicht nur die euro­päi­sche Gesetz­ge­bung hat zum 1. Janu­ar 2024 die Anfor­de­run­gen an die Nach­hal­tig­keits­be­richt­erstat­tung ver­schärft. Auch Ban­ken, Inves­to­ren und wei­te­re Stake­hol­der ver­lan­gen nach Infor­ma­tio­nen, wol­len deut­li­che Fort­schrit­te sehen. Groß­un­ter­neh­men, aber auch kapi­tal­markt­ori­en­tier­te Mit­tel­stands­un­ter­neh­men in Euro­pa müs­sen nach Euro­pean Sus­taina­bi­li­ty Report­ing Stan­dards berich­ten und Daten ent­lang der gesam­ten Wert­schöp­fungs­ket­te auf­wen­dig erheben.

Dabei gleicht kaum ein Fall dem ande­ren. Zu unter­schied­lich sind Geschäfts­zweck, Spe­zia­li­sie­rung, Größe und For­mat der ein­zel­nen Unter­neh­men. Auch die stra­te­gi­schen Ziel­zeit­räu­me vari­ie­ren. Was aber lässt sich schon bald umset­zen und sicht­bar machen? Wie krea­tiv und wie attrak­tiv lässt sich nach­hal­ti­ges Wir­ken in Wirt­schaft und Indus­trie gestal­ten? Die Redak­ti­on des Por­sche Con­sul­ting Maga­zins hat in Deutsch­land 17 Unter­neh­me­rin­nen und Unter­neh­mer aus unter­schied­lichs­ten Bran­chen nach ihren wich­tigs­ten Vor­ha­ben und Zie­len für das Jahr 2024 gefragt. Die Ant­wor­ten lesen Sie hier. Das Resul­tat zeigt: Die Unter­neh­men sind hoch enga­giert und sie haben sich in punc­to Nach­hal­tig­keit schon auf kurze Sicht weit mehr vor­ge­nom­men, als es die reine Berichts­pflicht erfordert.


Melanie Kehr, Mitglied des Vorstands, KfW Bankengruppe: „Förderung auf messbare Wirkung ausrichten“

Melanie Kehr ist seit 2019 Mitglied des Vorstands der deutschen Förderbank Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).KfW

„Die jüngst ver­öf­fent­lich­te Halb­zeit­bi­lanz des UN-Gene­ral­se­kre­tärs zur Errei­chung der Sus­tainable Deve­lo­p­ment Goals ist mehr als ernüch­ternd, bei­spiels­wei­se was den Kli­ma­schutz oder die Nah­rungs­si­cher­heit angeht. För­der­ban­ken wer­den in Zukunft mei­nes Erach­tens eine noch grö­ße­re Rolle spie­len, um die not­wen­di­gen Ent­wick­lun­gen mit vor­an­zu­trei­ben. Die Mit­tel dafür sind knapp, wes­halb es umso wich­ti­ger wird, För­de­rung gezielt auf mess­ba­re Wir­kung aus­zu­rich­ten. Als KfW haben wir uns im Rah­men unse­res Nach­hal­tig­keits­pro­gramms tranS­Form des­halb für 2024 vor­ge­nom­men, die Mes­sung der Wir­kun­gen unse­rer neuen Finan­zie­run­gen wei­ter zu ver­bes­sern – eine ganz beson­de­re Her­aus­for­de­rung besteht dabei darin, die für eine wir­kungs­ori­en­tier­te Steue­rung erfor­der­li­chen Daten in aus­rei­chen­der Qua­li­tät bereit­zu­stel­len. Die­ser Her­aus­for­de­rung haben wir uns gestellt: Das Pro­jekt tranS­Form ent­wi­ckelt gemein­sam mit der IT ein zukunfts­fä­hi­ges Wir­kungs­ma­nage­ment und Report­ing unter Nut­zung moder­ner Cloud-Technologien.“

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau zählt zu den führenden Förderbanken der Welt und refinanziert sich mehrheitlich über die internationalen Kapitalmärkte.

Dr. Stefan Kreisz, Vorsitzender der Geschäftsführung, Erdinger Weißbräu: „Nachhaltigkeit in einer Charta der Geschäftsführung fest verankert“

Der promovierte Braumeister Dr. Stefan Kreisz arbeitet seit 2015 bei Erdinger Weißbräu und wurde im April 2023 zum Vorsitzenden der Geschäftsführung berufen.Erdinger Weißbräu

„Lebens­freu­de schen­ken – das ist der Antrieb von Erdin­ger Weiß­bräu. Dafür pfle­gen wir noch tra­di­tio­nel­les Brau­hand­werk und ver­pflich­ten uns zu einer kom­pro­miss­lo­sen Qua­li­täts­phi­lo­so­phie. Für Umwelt und Gesell­schaft erwächst dar­aus eine beson­de­re Ver­ant­wor­tung. Denn nur in einer intak­ten Natur mit einer gewis­sen­haf­ten Land­wirt­schaft und einer unver­sehr­ten Was­ser­ver­sor­gung wer­den wir wei­ter­hin die bes­ten Zuta­ten zum Brau­en unse­rer Biere bekom­men. Nach­hal­tig­keit haben wir des­halb mit einer Char­ta der Geschäfts­füh­rung fest in der gesam­ten Braue­rei ver­an­kert. Zwei­fel­los wird das Bier­brau­en an sich trotz des Ein­sat­zes moderns­ter Tech­nik und lau­fen­der Ver­bes­se­run­gen der Anla­gen wei­ter­hin sehr ener­gie­in­ten­siv sein. Daher sind zum einen der Wech­sel von fos­si­len zu rege­ne­ra­ti­ven Ener­gie­trä­gern und zum ande­ren die Trans­for­ma­ti­on der gesam­ten Bran­che für eine Ver­rin­ge­rung der CO2-Äqui­va­len­te die größ­ten Her­aus­for­de­run­gen und zugleich Ziele der nächs­ten Jahre.“

Erdinger, gegründet im Jahr 1886, ist die weltweit größte deutsche Weißbierbrauerei in Familienbesitz und liefert ihre bayerische Spezialität in mehr als 100 Länder.

Dr. Prisca Havranek-Kosicek, Finanzvorständin, Jenoptik: „Auch nicht-finanzielle Aspekte in Geschäftsmodell und Strategie integrieren“

Dr. Prisca Havranek-Kosicek ist seit April 2023 Finanzvorständin der Jenoptik AG. Sie engagiert sich aktiv für Technologien zur Reduzierung des CO₂-Ausstoßes.Jenoptik AG

„Nach­hal­tig­keit steht wei­ter­hin ganz oben auf unse­rer Agen­da. In zahl­rei­chen Pro­jek­ten trei­ben wir die Inte­gra­ti­on nicht-finan­zi­el­ler Aspek­te aus den Berei­chen Umwelt, Sozia­les und Gover­nan­ce in bestehen­de Pro­zes­se und damit in unser Geschäfts­mo­dell und die Unter­neh­mens­stra­te­gie voran.

Was unse­re Nach­hal­tig­keits­zie­le angeht, so kön­nen wir stolz dar­auf sein, dass wir eini­ge teil­wei­se schon 2022 und damit frü­her als geplant erreicht haben. Der­zeit erar­bei­ten wir ein neues Ziel-Set, das auch Ziele zur wei­te­ren Emis­si­ons­re­duk­ti­on ent­hält. Zudem ermit­teln wir erst­mals die soge­nann­ten ‚Scope 3′-Emissionen unse­rer vor- und nach­ge­la­ger­ten Lieferkette.

Als global agierender Technologiekonzern ist Jenoptik in den zwei auf Photonik basierenden Divisionen Advanced Photonic Solutions und Smart Mobility Solutions aktiv.

Neue gesetz­li­che Report­ing-Anfor­de­run­gen heben die bis­he­ri­ge Nach­hal­tig­keits­be­richt­erstat­tung auf ein Niveau gleich­auf mit der Finanz­be­richt­erstat­tung. Wir arbei­ten aktu­ell mit Hoch­druck an der Imple­men­tie­rung der EU-Taxo­no­mie sowie der Cor­po­ra­te Sus­taina­bi­li­ty Report­ing Direc­ti­ve (CSRD) mit den Euro­pean Sus­taina­bi­li­ty Report­ing Stan­dards (ESRS). Die Wesent­lich­keits­ana­ly­se ist dabei ein Bau­stein, den wir bereits 2023 umge­setzt haben. Im Ergeb­nis die­ser Ana­ly­se kön­nen wir fest­stel­len, dass Umwelt­aspek­te, allen voran die Reduk­ti­on von Emis­sio­nen, für uns wei­ter­hin im Fokus ste­hen, auch wenn Jen­op­tik nicht zu den emis­si­ons­in­ten­si­ven Bran­chen zählt. Dar­über hin­aus haben aller­dings die sozia­len Aspek­te deut­lich an Rele­vanz gewon­nen und wir wer­den The­men wie Recrui­ting, Mit­ar­bei­ter­bin­dung und Diver­si­tät sowie die Ein­hal­tung von Men­schen­rechts- und Umwelt­stan­dards in der Lie­fer­ket­te künf­tig noch stär­ker priorisieren.“


Dr. Manfred Knof, Vorstandsvorsitzender Commerzbank: „Kredite und Anlagen auf Netto-Null“

Der Bankmanager und Jurist Dr. Manfred Knof ist seit 2021 Vorstandsvorsitzender der Commerzbank AG.Commerzbank AG

„Wir erle­ben gera­de einen his­to­ri­schen Umbruch, und der stellt Unter­neh­men vor gewal­ti­ge Trans­for­ma­ti­ons­auf­ga­ben. Als Com­merz­bank beglei­ten wir unse­re Kun­din­nen und Kun­den in Deutsch­land und inter­na­tio­nal auf dem Weg zu mehr Nach­hal­tig­keit. Das reicht von stra­te­gi­scher ESG-Bera­tung über nach­hal­ti­ge Anla­gen bis hin zu Sus­tainable Finan­ce. Der wich­tigs­te Trei­ber ist sicher­lich der Aus­bau von erneu­er­ba­ren Ener­gien. Unse­re Kun­din­nen und Kun­den kön­nen sich auf unse­re mehr als 30-jäh­ri­ge Exper­ti­se als einer der größ­ten Finan­zie­rer von erneu­er­ba­ren Ener­gien in Euro­pa ver­las­sen. Wir leben das auch selbst vor, mit unse­rer eige­nen Com­merz­bank-Net-Zero-Ver­pflich­tung. Bis 2050 wer­den wir unser gesam­tes Kre­dit- und Anla­ge­port­fo­lio auf Netto-Null steu­ern, unse­re eige­nen Emis­sio­nen bereits bis 2040. Es ist Zeit, was zu bewe­gen – für Indus­trie und Wirt­schaft und damit auch für die Com­merz­bank an der Seite unse­rer Kun­din­nen und Kunden.“

Die Commerzbank ist die führende Bank für den Mittelstand und Partner von rund 26.000 Firmenkundenverbünden sowie knapp 11 Millionen Privat- und Unternehmerkunden in Deutschland.

Jörg-Uwe Goldbeck, Geschäftsführender Gesellschafter Goldbeck: „Wirtschaftlich und nachhaltig bauen“

Familienunternehmer Jörg-Uwe Goldbeck ist Geschäftsführender Gesellschafter der Goldbeck GmbH, die hauptsächlich im gewerblichen und öffentlichen Hochbau tätig ist.Porsche Consulting/Marco Prosch

„Wir haben inten­siv an unse­rer Nach­hal­tig­keits­stra­te­gie gear­bei­tet. Unse­re ESG-Road­map beinhal­tet klare Ziele und Maß­nah­men auf Corporate‑, Pro­dukt- und Pro­jekt-Ebene. Eines unse­rer wesent­li­chen Ziele in 2024 und dar­über hin­aus ist die wei­te­re Dekar­bo­ni­sie­rung unse­rer Unter­neh­mens­pro­zes­se und unse­rer Gold­beck-Pro­duk­te – zum Bei­spiel über unser neues Kon­zept ‚Blue Buil­ding‘, das es deut­lich ein­fa­cher macht, wirt­schaft­lich und gleich­zei­tig nach­hal­tig zu bauen. Wir stre­ben die früh­zei­ti­ge CO2-Bilan­zie­rung unse­rer Pro­jek­te und die Inten­si­vie­rung und Digi­ta­li­sie­rung unse­rer Nach­hal­tig­keits­be­ra­tung über den gesam­ten Lebens­zy­klus von Immo­bi­li­en an. Unser Nach­hal­tig­keits­be­richts­we­sen stellt dabei größt­mög­li­che Trans­pa­renz sicher, des­halb wer­den wir uns im ESG-Daten­ma­nage­ment wei­ter pro­fes­sio­na­li­sie­ren. For­schung, Ent­wick­lung und Koope­ra­tio­nen im Bereich nach­hal­ti­ger Bau­stof­fe set­zen wir fort. Zu unse­rer Stra­te­gie gehört aber auch, die Trans­for­ma­ti­on inner­halb unse­res Unter­neh­mens voranzutreiben.“

Zum Leistungsangebot von Goldbeck gehören Logistik- und Industriehallen, Bürogebäude, Schulen, Parkhäuser und Wohngebäude – von der Planung bis zur schlüsselfertigen Übergabe.

Dr. Teresa Schlichting, Chief Strategy Officer, Riverty: „Faire Produkte und soziale Verantwortung“

Dr. Teresa Schlichting treibt seit Januar 2021 als Chief Strategy Officer die Transformation des FinTech-Unternehmens Riverty voran.Porsche Consulting/Marco Prosch

„Cor­po­ra­te Respon­si­bi­li­ty war ein zen­tra­ler Aus­gangs­punkt für die Ent­wick­lung unse­rer Unter­neh­mens­stra­te­gie und ‑visi­on, die den Men­schen in den Mit­tel­punkt stellt. Über 25 Mil­lio­nen Men­schen haben allein im Zeit­raum von Okto­ber 2022 bis Sep­tem­ber 2023 die Ser­vices von River­ty genutzt – damit geht eine enor­me Ver­ant­wor­tung gegen­über unse­ren Kun­din­nen und Kun­den ein­her. Unser Ziel ist daher eine men­schen­zen­trier­te Aus­rich­tung, die in all unse­ren Pro­duk­ten und Inter­ak­tio­nen zum Aus­druck kommt. Gleich­zei­tig ver­ste­hen wir unse­re unter­neh­me­ri­sche Ver­ant­wor­tung ganz­heit­lich – von fai­ren Pro­duk­ten über sozia­le Ver­ant­wor­tung gegen­über Mit­ar­bei­ten­den und der Gesell­schaft bis hin zu öko­lo­gi­scher Nach­hal­tig­keit. So arbei­ten wir bei­spiels­wei­se daran, unse­re digi­ta­len Pro­duk­te inklu­si­ver zu gestal­ten. Wir bie­ten kos­ten­lo­se Ange­bo­te zu finan­zi­el­ler Bil­dung. Und um Emis­sio­nen zu sen­ken, set­zen wir Anrei­ze für grü­ne­re Dienst­rei­sen. Inspi­riert von den Nach­hal­tig­keits­zie­len der Ver­ein­ten Natio­nen stre­ben wir danach, Cor­po­ra­te Respon­si­bi­li­ty in jeden Aspekt unse­res Han­delns zu integrieren.“

Riverty gehört zum Medienkonzern Bertelsmann. Das FinTech mit 5.000 Mitarbeitenden in 13 Ländern betreut 25 Millionen Konsumenten – mit einer Milliarde Finanztransaktionen jährlich.

Jens Sprotte, Vice President Marketing & Strategy Alstom: „Gespeicherte Energie macht unabhängiger“

Jens Sprotte ist Vice President Marketing & Strategy beim Schienenfahrzeughersteller Alstom und verantwortlich für den mit Wasserstoff betriebenen Nahverkehrszug Coradia iLint.Porsche Consulting/Marco Prosch

„Die Res­sour­cen­knapp­heit und der Kli­ma­wan­del zwin­gen uns zum Umden­ken und legen den Fokus auf nach­hal­ti­ges Wirt­schaf­ten. Als­tom ist welt­weit füh­rend bei inno­va­ti­ven alter­na­ti­ven Mobi­li­täts­lö­sun­gen für die Schie­ne und damit Impuls­ge­ber für mehr Nach­hal­tig­keit in der Mobilität.

Für uns spielt die Nut­zung erneu­er­ba­rer Ener­gien bei der Fer­ti­gung der Als­tom-Züge eine wich­ti­ge Rolle. Auch in 2024 wer­den wir die Pro­duk­ti­on CO2-neu­tral durch­füh­ren. Dar­über hin­aus wer­den moder­ne Als­tom-Züge so kon­stru­iert, dass sie weni­ger Ener­gie ver­brau­chen, zum Bei­spiel durch Ein­satz von Leicht­bau­ma­te­ria­li­en und ener­gie­spa­ren­den Antriebs­tech­ni­ken sowie einer aero­dy­na­mi­schen Gestal­tung. Das mini­miert den Res­sour­cen­ver­brauch und CO2-Aus­stoß.

Alstom ist ein führender Schienenfahrzeughersteller aus Frankreich. In Deutschland baut Alstom den weltweit ersten emissionsfreien Regionalzug  Coradia iLint, betrieben mit Wasserstoff. 

Wei­te­re wich­ti­ge Fak­to­ren sind die Digi­ta­li­sie­rung und Auto­ma­ti­sie­rung von Zügen und der Infra­struk­tur. Mit einem digi­ta­li­sier­ten Schie­nen­netz und einem hohen Auto­ma­ti­sie­rungs­grad des Bahn­ver­kehrs kön­nen bis zu 35 Pro­zent mehr Züge auf dem­sel­ben Gleis fah­ren und gleich­zei­tig rund 30 Pro­zent der Ener­gie ein­ge­spart wer­den. Als­tom leis­tet mit sei­nen bei­den Denk­fa­bri­ken in Braun­schweig und Ber­lin einen wich­ti­gen Bei­trag für die Digi­ta­li­sie­rung der Schiene.

Im Rah­men eines ganz­heit­li­chen, nach­hal­ti­gen Ansat­zes ist aus unse­rer Sicht auch der Ein­satz von sta­tio­nä­ren Ener­gie­spei­chern im Stadt­ver­kehr ele­men­tar. Hier bringt unser ‚GUW+’-System erheb­li­chen Mehr­wert: Das Strom­netz in städ­ti­schen Gebie­ten wird nach­hal­tig sta­bi­li­siert, indem über­schüs­si­ge Brems­ener­gie der Stadt­bah­nen gespei­chert und im Bedarfs­fall wie­der in den Betrieb zurück­ge­speist wird. Das unter­stützt Städ­te dabei, ihre Abhän­gig­keit von exter­nen Ener­gie­quel­len zu verringern.“


Heidi Weber-Mühleck, geschäftsführende Gesellschafterin, WeberHaus: „Wir möchten auch unseren sozialen Fußabdruck verbessern“

Heidi Weber-Mühleck ist geschäftsführende Gesellschafterin von WeberHaus. Ihr Vater Hans Weber gründete das Unternehmen 1960 als junger Zimmermeister.WeberHaus

„Nach­hal­tig­keit muss zur Selbst­ver­ständ­lich­keit wer­den, für uns alle. Für Weber­Haus ist Nach­hal­tig­keit seit Jah­ren ein fun­da­men­ta­ler Eck­pfei­ler unse­res unter­neh­me­ri­schen Han­delns. Wir arbei­ten inten­siv daran, unse­ren öko­lo­gi­schen Fuß­ab­druck wei­ter zu redu­zie­ren, indem wir nach­hal­ti­ge Bau­ma­te­ria­li­en ein­set­zen sowie die Ener­gie­ef­fi­zi­enz unse­rer Häu­ser und Unter­neh­mens­stand­or­te ver­bes­sern. Doch Nach­hal­tig­keit bedeu­tet für uns viel mehr: Wir möch­ten auch unse­ren sozia­len Fuß­ab­druck ver­bes­sern. Die Zufrie­den­heit, Ent­wick­lung und Aus­bil­dung unse­rer Mit­ar­bei­ten­den ste­hen im Mit­tel­punkt unse­rer Bemü­hun­gen. Dar­über hin­aus unter­stüt­zen wir gezielt Pro­jek­te in den Berei­chen Inte­gra­ti­on, Bil­dung und Sport an unse­ren Stand­or­ten. Und schließ­lich ist es uns ein ganz beson­de­res Anlie­gen, unser Fami­li­en­un­ter­neh­men zukunfts­si­cher zu machen. Zuletzt haben wir mit unse­rer Stra­te­gie 30/70 – in 2030 fei­ert Weber­Haus den 70. Geburts­tag – dies­be­züg­lich einen wich­ti­gen Schritt in die rich­ti­ge Rich­tung gemacht.“

Das 1960 gegründete Familienunternehmen WeberHaus, hervorgegangen aus einer Zimmerei, errichtete bis heute mehr als 40.000 Ein- und Mehrfamilienhäuser in Fertigbauweise.

Dr. Holger Engelmann, Vorsitzender des Vorstands, Webasto: „Die Transformation zu mehr Nachhaltigkeit vorantreiben“

Dr. Holger Engelmann ist seit 2008 für die Webasto SE tätig und wurde im Jahr 2013 zum Vorsitzenden des Vorstands berufen.Webasto

„Make indi­vi­du­al mobi­li­ty more enjoya­ble and sus­tainable by advan­cing tech­no­lo­gy and peo­p­le“ – unser Pur­po­se bringt zum Aus­druck, wie Web­as­to den wach­sen­den Anfor­de­run­gen an öko­no­mi­sche, öko­lo­gi­sche und sozia­le Ver­ant­wor­tung gerecht wer­den will. Gemein­sa­me Anstren­gun­gen und muti­ge Ent­schei­dun­gen sind nötig, um deut­lich nach­hal­ti­ge­re Lösun­gen für die kli­ma­neu­tra­le Mobi­li­tät der Zukunft zu schaf­fen. Wir haben bereits 2016 die Elek­tro­mo­bi­li­tät als einen Zukunfts­markt für uns erkannt. Nun begrei­fen wir die krea­ti­ve Suche nach Lösun­gen zur Errei­chung unse­rer ambi­tio­nier­ten Kli­ma­zie­le als Chance.

Als Systempartner der Mobilitätsbranche entwickelt und produziert Webasto innovative Dachsysteme, Heiz- und Kühllösungen sowie Batteriesysteme.

Unser Jahr 2024 wird im Zei­chen der Dekar­bo­ni­sie­rung ste­hen: Rund um den Glo­bus set­zen mehr als zehn Stand­or­te mit hohem Ein­spar­po­ten­zi­al ihre effek­tivs­ten Maß­nah­men um, etwa die Umstel­lung auf grüne Ener­gie­ver­sor­gung, die Stei­ge­rung ihrer Ener­gie­ef­fi­zi­enz und die Sen­si­bi­li­sie­rung der Mit­ar­bei­ten­den für das Thema Ener­gie­spa­ren. Unser glo­ba­les Kom­pe­tenz­zen­trum für Bat­te­rie­ent­wick­lung in Schier­ling ist mit sei­ner Bat­te­rie­fer­ti­gung, die zu 100 Pro­zent mit Grün­strom fährt, und sei­nem Ener­gie­spei­cher­sys­tem aus hun­der­ten von Second-Life-Bat­te­rie­mo­du­len eine der Blau­pau­sen für unse­ren Ansatz, nach­hal­ti­ge Pro­duk­te und zukunfts­träch­ti­ge Arbeits­plät­ze zu schaf­fen – und die Trans­for­ma­ti­on zu mehr Nach­hal­tig­keit im Unter­neh­men voranzutreiben.“


Dr. Hadi Saleh, CEO CeramTec Gruppe: „Jeder Schritt zählt“

Dr. Hadi Saleh ist seit 2018 Vorsitzender der Geschäftsführung der CeramTec Gruppe.Porsche Consulting/Jörg Eberl

„Die kera­mi­sche Indus­trie ist eine ener­gie­in­ten­si­ve Indus­trie. Unse­re Pro­duk­te wer­den im Rah­men des Fer­ti­gungs­pro­zes­ses über lange Zeit hohen Tem­pe­ra­tu­ren aus­ge­setzt, das kos­tet Ener­gie. Dadurch wer­den aber unter ande­rem auch die enor­men Fes­tig­kei­ten von Hoch­leis­tungs­ke­ra­mik erreicht. Pati­en­ten, die zum Bei­spiel ein künst­li­ches Hüft­ge­lenk mit Kera­mik­kom­po­nen­ten erhal­ten, pro­fi­tie­ren davon.

Aber Lösun­gen aus Hoch­leis­tungs­ke­ra­mik spie­len auch für die Ener­gie­wen­de eine wich­ti­ge Rolle. So kom­men sie auch in Wind‑, Was­ser- und Pho­to­vol­ta­ik-Kraft­wer­ken zum Ein­satz. Wir arbei­ten daran, unse­ren Ener­gie­ein­satz zu ver­rin­gern und fos­si­le Ener­gie­trä­ger per­spek­ti­visch zu erset­zen. Klare Nach­hal­tig­keits­zie­le sol­len uns auf dem Weg helfen.

CeramTec ist seit 1903 Anbieter und Hersteller von technischer Hochleistungskeramik und mit seinen weltweit rund 3.700 Mitarbeitenden an Produktionsstandorten in Europa, den USA und Asien aktiv.

Wir ver­zeich­nen eine anhal­tend hohe Nach­fra­ge nach Hoch­leis­tungs­ke­ra­mik für medi­zi­ni­sche Anwen­dun­gen, spe­zi­ell für den Gelenk­er­satz. Dem tra­gen wir Rech­nung und wer­den unse­re bestehen­de Fer­ti­gung im ober­frän­ki­schen Markt­red­witz in den kom­men­den Jah­ren unter ande­rem um eine wei­te­re Medi­zin­tech­nik-Pro­duk­ti­ons­hal­le ergän­zen. Made in Ger­ma­ny wird es auch wei­ter­hin für Medi­zin­tech­nik aus dem Hause Cer­am­Tec hei­ßen, das ist ein star­kes Signal.

Bei die­sem Neu­bau­pro­jekt schau­en wir genau hin: Wo kön­nen wir erneu­er­ba­re Ener­gien ein­set­zen oder sie selbst gewin­nen? Wie kön­nen wir Abwär­me nut­zen, wo Pro­duk­ti­ons­an­la­gen intel­li­gent kon­so­li­die­ren? Jeder Schritt zählt!

Gute Lösun­gen für mehr Nach­hal­tig­keit zu fin­den, braucht kla­res Com­mit­ment, star­ke Teams und auch poli­ti­sche Unter­stüt­zung, damit die Ener­gie­wen­de auch für den Mit­tel­stand ver­träg­lich gestal­tet wer­den kann.“


Petra Sandner, Chief Sustainability Officer, Helaba: „Kompetente Begleitung bei echter Transformation“

Petra Sandner ist seit Februar 2021 Chief Sustainability Officer der Helaba Gruppe (Landesbank Hessen-Thüringen). Nachhaltigkeit im Bankgeschäft und dazu passende Finanzierungen für Kunden gehören zu ihren Themen.Helaba

„Nach­hal­tig­keit ist fes­ter Bestand­teil unse­rer Wer­te­ori­en­tie­rung und gehört zum Kern unse­res Geschäfts. Denn als Lan­des­bank Hes­sen-Thü­rin­gen tra­gen wir nicht nur Ver­ant­wor­tung für das Gemein­wohl. Wir sind eben­so aus tie­fer Über­zeu­gung einer nach­hal­ti­gen Per­spek­ti­ve ver­pflich­tet, die den Aus­gangs­punkt jeder Kun­den­be­zie­hung bildet.

Unse­re Nach­hal­tig­keits­be­richt­erstat­tung zeigt auch im Jahr 2023, dass wir in der Hela­ba alle Dimen­sio­nen der Nach­hal­tig­keit im Blick haben. Vom Sus­tainable Len­ding Frame­work bis zum Social-Vol­un­tee­ring-Pro­gramm set­zen wir uns in ganz unter­schied­li­chen Berei­chen für die Nach­hal­tig­keit ein. Die­sem ganz­heit­li­chen Ansatz blei­ben wir auch in 2024 treu, denn nur so kön­nen wir glaub­wür­dig auf eine echte Trans­for­ma­ti­on hin­wir­ken und unse­re Kun­den kom­pe­tent beglei­ten. The­men wie der Über­gang zur Kreis­lauf­wirt­schaft, der Schutz von Bio­di­ver­si­tät und die Dekar­bo­ni­sie­rung sind bezie­hungs­wei­se blei­ben im Jahr 2024 rele­vant – ins­be­son­de­re im Dia­log mit unse­ren Kunden.

Die Helaba Landesbank Hessen-Thüringen ist eine internationale Geschäftsbank, Förderbank für Hessen und Sparkassenzentralbank für Sparkassen in den deutschen Bundesländern Hessen, Thüringen, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg.

Ins­ge­samt fünf über­ge­ord­ne­te Ziele in den Berei­chen Umwelt, Sozia­les und Unter­neh­mens­füh­rung lei­ten unser Han­deln in der Nach­hal­tig­keit. Anhand von dazu­ge­hö­ri­gen KPIs haben wir Ziel­wer­te fest­ge­legt und mes­sen unse­ren Fort­schritt, bei­spiels­wei­se bei nach­hal­ti­gen Finanzierungen.“


Stephan Tahy, CEO Duravit: „Disruptiver Wandel in der Keramikproduktion“

Stephan Tahy, seit 2020 CEO der Duravit AG, verfolgt mit dem Unternehmen eine ambitionierte Klimamission.Porsche Consulting/Marco Prosch

„Die Her­stel­lung von Kera­mik gehört zu den ener­gie­in­ten­si­ven Bran­chen. Wir bei Dur­avit haben uns das ehr­gei­zi­ge Ziel gesetzt, bis 2045 CO2-neu­tral zu pro­du­zie­ren, und ver­fol­gen seit Jah­ren zahl­rei­che Maß­nah­men, die auf die­ses Ziel einzahlen.

Aller­dings brau­chen wir einen dis­rup­ti­ven Wan­del in der Kera­mik­pro­duk­ti­on, der das Pro­blem des CO2-Aus­sto­ßes bei der Nut­zung von Erd­gas an der Wur­zel anpackt. Diese Trans­for­ma­ti­on gehen wir mit unse­rer neuen Pro­duk­ti­ons­stät­te in Kana­da an, wo wir das erste kli­ma­neu­tra­le Kera­mik­werk der Welt bauen und Gas durch Strom aus Was­ser­kraft ersetzen.

Duravit, im Jahr 1817 im Schwarzwald gegründet, ist als weltweit renommierter Hersteller von Design-Bädern bekannt, der auf ressourcenschonende Produktion setzt.

Damit zei­gen wir der Bran­che, was mög­lich ist und wie die Trans­for­ma­ti­on in Rich­tung nach­hal­ti­ger Pro­duk­ti­on auch bei sehr hohem Ener­gie­be­darf funk­tio­nie­ren kann. Denn der CO2-Foot­print bei der Pro­duk­ti­on ist auch für immer mehr Kun­din­nen und Kun­den ein rele­van­ter Faktor.

Die Top-Plat­zie­rung beim Deut­schen Nach­hal­tig­keits­preis 2023 bestä­tigt unse­ren Weg und spornt uns an, die­sen auch in Zukunft kon­se­quent weiterzugehen.“


Per Ledermann, CEO Edding Gruppe: „5 Millionen Schulstunden für Kinder in Uganda“

Per Ledermann, CEO der Edding Gruppe, ist Sohn des Hamburger Unternehmensgründers, der mit seinen Schreibgeräten weltbekannt wurde.Porsche Consulting/Marco Prosch

„Mit unse­rer ‚profit-for‘-Strategie möch­ten wir zei­gen, dass wir als tra­di­tio­nel­les Fami­li­en­un­ter­neh­men nach­hal­tig zu einer bes­se­ren Welt bei­tra­gen kön­nen. Die Basis dafür bil­den öko­lo­gi­sche, sozia­le, öko­no­mi­sche sowie inter­ne Nach­hal­tig­keits­zie­le. In den nächs­ten drei Jah­ren wol­len wir durch kon­kre­te Ein­spa­rungs­pro­jek­te unter ande­rem in der Pro­duk­ti­on und bei Ver­pa­ckun­gen min­des­tens 3.000 Ton­nen CO2-Emis­sio­nen ein­spa­ren. Für das Jahr 2024 haben wir uns des­halb vor­ge­nom­men, bei unse­rem bekann­tes­ten Pro­dukt, dem edding 3000, das Mate­ri­al der Stift­hül­sen von her­kömm­li­chem Alu­mi­ni­um auf Post-Con­su­mer-Recy­cling-Alu­mi­ni­um (PCR) umzu­stel­len. Außer­dem über­neh­men wir ab 2024 die ver­trieb­li­che Ver­ant­wor­tung für das gesam­te Schreib­wa­ren­sor­ti­ment der Social-Impact-Marke ‚Share‘. Was mich beson­ders freut: Jedes ver­kauf­te Schreib­wa­ren­pro­dukt von Share ermög­licht eine Unter­richts­stun­de für Kin­der in Ugan­da. So kön­nen wir in den kom­men­den drei Jah­ren vor­aus­sicht­lich fünf Mil­lio­nen Schul­stun­den für Kin­der finanzieren.“

Seit 1960 erfolgreich mit Permanentmarkern, produziert Edding heute Schreibgeräte für zuhause, Büro, Medizin und Industrie – ergänzt um innovative digitale Anwendungen.

Dr. Anne Lamp und Johanna Baare, Gründerinnen Traceless Materials: „Kunststoffabfall vermeiden, Teamkultur stärken“

Die Gründerinnen des erfolgreichen Start-ups Traceless: Johanna Baare (COO) und Dr. Anne Lamp (CEO, rechts).Porsche Consulting/Andreas Laible

Dr. Anne Lamp: „2024 wird ein wich­ti­ges und auf­re­gen­des Jahr für uns bei Trace­l­ess. Wir wer­den mit dem Bau unse­rer ers­ten Indus­trie­an­la­ge begin­nen, mit der wir unser Bio­ma­te­ri­al end­lich in gro­ßen Men­gen pro­du­zie­ren kön­nen. Mit unse­rer umwelt­scho­nen­den Tech­no­lo­gie wan­deln wir pflanz­li­che Rest­stof­fe der Getrei­de­ver­ar­bei­tung in eine plas­tik­freie Kunst­stoff­al­ter­na­ti­ve um. Mit der Jah­res­pro­duk­ti­on von meh­re­ren tau­send Ton­nen Trace­l­ess-Mate­ri­al ver­mei­den wir nicht nur die glei­che Menge an Kunst­stoff­ab­fall, son­dern spa­ren in der Pro­duk­ti­on und Ent­sor­gung 89 Pro­zent Ener­gie und 91 Pro­zent der Treib­haus­gas­emis­sio­nen ein im Ver­gleich zu her­kömm­li­chem Kunststoff.“

Das Hamburger Start-up Traceless Materials erzeugt aus Getreideresten ein Granulat, das Kunststoff ersetzt und von der Industrie zu Endprodukten verarbeitet wird.

Johan­na Baare: „Ein wei­te­res Nach­hal­tig­keits­ziel ist, unser schnell wach­sen­des Team ver­ant­wor­tungs­voll und wer­te­ori­en­tiert auf­zu­bau­en. In 2024 wer­den wir ein inno­va­ti­ves Lea­der­ship-Kon­zept imple­men­tie­ren, das auf Wert­schät­zung, gegen­sei­ti­ger Befä­hi­gung und Zusam­men­ar­beit basiert. Denn wir wis­sen, dass wir unse­re Mis­si­on nur mit einer star­ken Team­kul­tur errei­chen können.“


Wim ten Brinke, Geschäftsführer Ten Brinke Group: „Grün muss das neue Gold werden“

Geschäftsführer Wim ten Brinke erzielt mit seinem Bauunternehmen Ten Brinke Group und 24 Niederlassungen in Europa einen Jahresumsatz von mehr als einer Milliarde Euro. Porsche Consulting/Marco Prosch

„Unser Ziel für 2024 ist es, die Road­map unse­rer ESG-Stra­te­gie kon­se­quent umzu­set­zen, neue stra­te­gi­sche Part­ner für unse­ren Nach­hal­tig­keits­pfad zu gewin­nen und – allem voran – wei­te­re bei­spiel­haf­te Pro­jek­te zu rea­li­sie­ren, gemein­sam mit und für unse­re Kun­din­nen und Kun­den. Schließ­lich ste­hen wir als Pro­jekt­ent­wick­ler nicht nur in der Ver­ant­wor­tung, das eige­ne Bau­un­ter­neh­men nach­hal­tig zu füh­ren, son­dern auch tat­säch­lich kli­ma­freund­li­che Immo­bi­li­en zu ent­wi­ckeln und zu bauen. Wich­ti­ge Mei­len­stei­ne haben wir bereits erreicht: Für die neu geschaf­fe­ne Posi­ti­on des Sus­tainable Busi­ness Deve­lo­p­ment Direc­tor haben wir Nico­le Wall­ner gewin­nen kön­nen. Sie wird an der Spit­ze unse­res neuen ESG-Kern­teams die lau­fen­den und zukünf­ti­gen Akti­vi­tä­ten auf die­sem Feld zusam­men­füh­ren. Dazu zählt unter ande­rem die Ent­wick­lung von KPIs, um unse­re Fort­schrit­te trans­pa­rent und mess­bar zu machen. Der Car­bon Foot­print der Ten Brin­ke Com­pa­ny soll zukünf­tig unse­re eige­ne Bench­mark sein, an der wir rea­lis­ti­sche Ziele für die Dekar­bo­ni­sie­rung unse­rer Akti­vi­tä­ten aus­rich­ten. Grün muss das neue Gold werden!“

Als Bauunternehmen konzeptioniert, plant, steuert und realisiert Ten Brinke mit 1.300 Mitarbeitenden in 24 Niederlassungen europaweit Hochbauprojekte für Gewerbe, Wohnen und Bildung.

Richard Enning, Vorstand Mr. Wash Autoservice: „Autopflege mit der Energie der Sonne“

Richard Enning ist Vorstand des Familienunternehmens Mr. Wash Autoservice AG.Porsche Consulting/Marco Prosch

„Als Chef eines Fami­li­en­un­ter­neh­mens und als natur­ver­bun­de­ner Hoch­see­seg­ler lie­gen mir Kli­ma­schutz und Nach­hal­tig­keit beson­ders am Her­zen. In unse­ren 38 deut­schen Auto­wasch­fa­bri­ken rei­ni­gen wir ins­ge­samt bis zu 60.000 Fahr­zeu­ge an einem Tag, außen und innen. Dabei set­zen wir auf höchs­te Qua­li­tät. Die glei­chen stren­gen Maß­stä­be legen wir bei der Nach­hal­tig­keit an. Wir nut­zen Was­ser, Wärme, Wasch­mit­tel und Ener­gie höchst effi­zi­ent. Jedes Jahr wer­den wir dabei noch bes­ser. Unse­ren Strom erzeu­gen wir an vie­len unse­rer Stand­or­te bereits selbst – mit Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen auf den Dächern.

Das Familienunternehmen Mr. Wash betreibt in Deutschland 38 innovative Autowaschfabriken, in denen jährlich mehr als acht Millionen Autos außen und innen gereinigt werden.

Allein durch unse­re Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge in der Haupt­stadt Ber­lin, die so groß ist wie 42 Ten­nis­plät­ze, spa­ren wir im Jahr 730 Ton­nen CO2 ein. Und scheint die Sonne ein­mal nicht, bezie­hen wir aus­schließ­lich zer­ti­fi­zier­ten Öko­strom. Im Jahr 2024 wer­den wir bei der Nut­zung der Solar­ener­gie wei­te­re große Schrit­te vor­an­ge­hen. Vor­bild ist unse­re im Som­mer 2023 eröff­ne­te Auto­wasch­fa­brik in Mül­heim an der Ruhr. Es ist ver­mut­lich die welt­weit erste Groß­wasch­an­la­ge, bei der die instal­lier­te Leis­tung an Solar­strom aus­reicht, um den Betrieb mit der gesam­ten not­wen­di­gen elek­tri­schen Ener­gie zu versorgen.“

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